Symposium  – Filmerbe bewahren

Die unsichtbare Geschichte der Sorben/Wenden wurde das erste Mal im Rahmen des FilmFestival Cottbus präsentiert.
Unser Filmerbe ist in Gefahr. Angesichts begrenzter Ressourcen stellt sich jedoch die Frage: Was ist erhaltenswert, nach welchen Kriterien wird ausgewählt, und wer legt diese fest? Ausgehend von der Liste der 500 filmhistorisch wertvollen und förderungswürdigen Filme des Deutschen Kinematheksverbundes hätten Bestände wie das sorbische Filmerbe kaum eine Chance auf Bewahrung. zumal der große sorbische Kinofilm offensichtlich nicht existiert – was ist dann sorbisches Filmerbe, und wie sollte man es definieren? Welche Bedeutung sind dem regionalen und Amateurfilmschaffen in diesem Zusammenhang beizumessen? Und was hat die Bewahrung des Erbes einer Minderheit mit der Mehrheitsgesellschaft zu tun, wer steht hier in der Verantwortung, mit welchen Herausforderungen und Chancen? Diese Fragen diskutierten im November 2017 auf dem FilmFestival Cottbus Vertreter/innen von Filminstitutionen, Politik und des sorbischen Volkes auf einem von mir konzipierten und geleiteten Symposium

Zur Dokumentation des Symposium

In dessen Ergebnis und auch durch eine breite Berichterstattung in der sorbischen und deutschen Presse steht das Thema sorbisches Filmerbe – nach einem bereits erfolgreich durchgeführten Modellprojekt des Filmverband Sachsen – nunmehr auf der Agenda der politisch Verantwortlichen der Länder Brandenburg und Sachsen und weitere Initiativen sind angeschoben – das sorbische Filmerbe ist nicht mehr unsichtbar!

Filmerbe bewahren Grit Lemke
Sorbisches Filmerbe